Praxisnahe Wärmeplanung
Belastbare Datengrundlage
Umsetzung von Anfang an mitgedacht
Städte und Gemeinden stehen vor wegweisenden Entscheidungen für die zukünftige Wärmeversorgung: Wo sind Wärmenetze wirtschaftlich sinnvoll? Welche Gebiete eignen sich für dezentrale Lösungen? Welche lokalen Energiequellen lassen sich aktivieren – und wie werden Bürger, Wirtschaft und Politik von Anfang an erfolgreich eingebunden?
Die kommunale Wärmeplanung liefert die datenbasierte, gebietsbezogene und praxisnahe Strategie, um diese Fragen verlässlich zu beantworten und gleichzeitig vier zentrale Ziele zu erreichen:
Gesetzliche Anforderungen rechtzeitig erfüllen
Langfristige Versorgungssicherheit vor Ort gewährleisten
Bürgerinnen und Bürgern klare Orientierung geben
Bezahlbare und zukunftssichere Wärme schaffen
Was ist kommunale Wärmewende?
Die kommunale Wärmeplanung ist die strategische Entscheidungsgrundlage für eine zukunftssichere Wärmeversorgung vor Ort. Sie zeigt Städten, Gemeinden und lokalen Akteuren Schritt für Schritt auf, wie der Übergang zu einer nachhaltigen Infrastruktur gelingt.
Die kommunale Wärmeplanung unterstützt den schrittweisen Ersatz fossiler Brennstoffe durch klimafreundliche Wärmequellen wie Solarthermie, Geothermie, Biomasse oder industrielle Abwärme.
Durch eine systematische Analyse des Wärmebedarfs und der bestehenden Infrastruktur werden Potenziale zur Energieeinsparung und Effizienzsteigerung sichtbar.
Die Planung zeigt, wo der Ausbau von Wärmenetzen technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist und wie erneuerbare Energien sowie Abwärme in die Wärmeversorgung integriert werden können.
SO ERSTELLEN WIR IHREN WÄRMEPLAN
Bestandsanalyse
Erhebung und Dokumentation des aktuellen Zustands
Potenzialanalyse
Analyse der zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten
Zielszenario, Wärmeversorgungsgebiete
Entwicklung eines Zielbildes für die zukünftige Wärmeversorgung
Umsetzungsstrategie
Planung konkreter Umsetzungsschritte
Beschluss Wärmeplanung
Ausarbeitung und Veröffentlichung des kommunalen Wärmeplans
GP JOULE entwickelt kommunale Wärmepläne mit einem klaren Fokus auf Umsetzbarkeit. Unsere Erfahrung aus der Planung, dem Bau und dem Betrieb realer Wärmenetze hilft dabei, Potenziale realistisch einzuordnen und Maßnahmen zu entwickeln, die technisch und wirtschaftlich tragfähig sind.
Datenanalyse & Bestandsaufnahme
Erfassung aktueller Wärmebedarfe, verwendeter Heizungstechniken sowie bestehender Gebäude-, Siedlungs- und Verbrauchsstrukturen. Die Analyse umfasst die vorhandene Energieinfrastruktur, Erweiterungsoptionen und lokale Potenziale für den Ausbau erneuerbarer Energien (wie Abwärme, PV, Wind, Geothermie und Biomasse).
Potenziale & Versorgungsoptionen bewerten
Detaillierte Analyse erneuerbarer Wärmequellen, industrieller Abwärme, potenzieller Wärmenetzgebiete sowie maßgeschneiderter dezentraler Lösungen für das gesamte Gemeindegebiet.
Beteiligung & Kommunikation begleiten
Professionelle Begleitung und Moderation bei Abstimmungen mit der Verwaltung, der Politik, Bürger:innen, lokalen Unternehmen, Energieversorgern und weiteren relevanten Akteuren vor Ort.
Umsetzungsstrategie entwickeln
Erstellung eines finalen kommunalen Wärmeplans mit klar priorisierten Maßnahmen, konkreten Handlungsempfehlungen und realistischen nächsten Schritten für die Umsetzung.
Das Ergebnis: Ein belastbarer kommunaler Wärmeplan mit konkreten Handlungsempfehlungen und einer realistischen Umsetzungsstrategie für eine zukunftssichere Wärmeversorgung.
Die kommunale Wärmeplanung identifiziert Gebiete und Projekte, in denen Wärmenetze sinnvoll aufgebaut oder bestehende Netze weiterentwickelt werden können.
Damit aus diesen Projektideen förderfähige Vorhaben werden, braucht es eine BEW-Machbarkeitsstudie als fachlich belastbare Entscheidungsgrundlage.
GP JOULE erstellt BEW-konforme Machbarkeitsstudien für Wärmenetze – auf Basis Ihrer Wärmeplanung, mit technischer Konzeption, Wirtschaftlichkeitsanalyse und Transformationsplan.
Zur BEW-Machbarkeitsstudie für Wärmenetze
Auf Basis der Wärmeplanung und einer BEW-Machbarkeitsstudie begleiten wir Sie bei der Umsetzung Ihrer Wärmenetzprojekte – von der Detailplanung über Ausschreibung und Bau bis zur Inbetriebnahme erneuerbarer Wärmeerzeugung und Netzinfrastruktur.
Die Wärmeplanung betrifft die Bürger*innen nicht unmittelbar. Eine freiwillige Beteiligung der Bürger*innen am Planungsprozess ist vorgesehen und wünschenswert.
Nach Abschluss der Wärmeplanung erhalten Bürger*innen mehr Klarheit über die künftig verfügbaren Wärmeversorgungsarten in ihrem Gebiet. Grundstückseigentümer*innen können dadurch besser einschätzen, welche Investitionen in ihre Energieversorgung sinnvoll und wirtschaftlich sind.
Zudem wird ersichtlich, zu welchem Zeitpunkt welche Maßnahmen am besten umgesetzt werden sollten.
Aktuell bestehende Öl- und Gasheizungen dürfen bis zum 31.12.2044 weiterbetrieben und auch repariert werden. Erst ab dem 1.1.2045 dürfen nur noch Heizungen betrieben werden, die zu 100 % erneuerbare Energien und/oder unvermeidbare Abwärme nutzen.
Durch die Wärmeplanung entstehen für Eigentümer*innen und Mieter*innen keine unmittelbaren Kosten. Im Falle eines anschließenden Beschlusses ihrer Gemeinde zur Planung eines Wärmenetzes, können folgende Kosten entstehen:
Für Eigentümer*innen:
- Investitionskosten für den Anschluss an ein Wärmenetz (Hausanschluss, Übergabestation)
- Kosten für die Umstellung der Heizungsanlage oder Anpassungen im Gebäude (z. B. Heizkörper, Dämmmaßnahmen)
- Planungs- und ggf. Beteiligungskosten bei Quartierslösungen
- Dem gegenüber stehen häufig Fördermittel sowie langfristig stabilere Betriebskosten
Für Mieter*innen:
- Veränderungen bei den Heizkosten, je nach System oft stabiler und weniger abhängig von fossilen Energiepreisen
- Modernisierungsumlagen, wenn Vermieter*innen Investitionen anteilig umlegen (gesetzlich begrenzt) Wichtig ist: Die konkrete Kostenbelastung hängt stark vom jeweiligen Projekt, Fördermöglichkeiten und den bestehenden Gebäuden ab. Ziel der Planung ist es, wirtschaftlich tragfähige und sozial verträgliche Lösungen zu entwickeln.
Wir setzen auf eine Kombination aus grünem Strom aus dem Stromnetz, erneuerbaren Energien wie PVund Windkraft vor Ort oder auch Biomasse und Abwärme. Diese Kombination gewährleistet eine stabile und nachhaltige Wärmeversorgung.
Kommunale Wärmeplanung und Wärmenetzplanung bauen inhaltlich aufeinander auf, verfolgen jedoch unterschiedliche Detaillierungsgrade. Die Wärmeplanung schafft als strategischer Rahmen einen Überblick über Wärmebedarfe, Potenziale und geeignete Versorgungsoptionen im gesamten Gemeindegebiet. Die Wärmenetzplanung vertieft diese Erkenntnisse für konkrete Gebiete und entwickelt daraus technisch und wirtschaftlich umsetzbare Netzlösungen.
Beide Prozesse können teilweise parallel erfolgen: Während die Wärmeplanung noch läuft, können für besonders geeignete Gebiete bereits vertiefende Untersuchungen zur Wärmenetzplanung gestartet werden. Voraussetzung ist, dass erste belastbare Ergebnisse vorliegen, um Fehlinvestitionen zu vermeiden.


