Großes Interesse an Wärmenetz für Winhöring
Interessierte können sich jetzt beraten lassen und einen Anschluss beantragen

Buttenwiesen/Winhöring, 14. Oktober 2026
Rund 250 Bürgerinnen und Bürger haben sich am Dienstagabend im Hofmarksaal Winhöring über das geplante Wärmenetz informiert. Die Winhöringer Wärme GmbH – eine gemeinsame Gesellschaft der Gemeinde Winhöring und GP JOULE WÄRME – stellte das Projekt, die Technik und die Anschlussmöglichkeiten vor und gab einen Ausblick auf die nächsten Schritte.
„Mit dem Winhöringer Wärmenetz legen wir den Grundstein für eine zukunftsfähige Wärmeversorgung in unserer Gemeinde“, sagt Karl Brandmüller, Erster Bürgermeister der Gemeinde Winhöring. „Uns ist wichtig, dass die Menschen frühzeitig wissen, welche Möglichkeiten sie haben und welche Vorteile ein Anschluss bietet. Der Infoabend war ein wichtiger Schritt, um Transparenz zu schaffen und Fragen direkt zu klären.“
Mit dem Wärmenetz soll die Gemeinde Winhöring langfristig mit preiswerter, lokaler Wärme versorgt werden. An der Gesellschaft sind die Gemeinde Winhöring und GP JOULE WÄRME jeweils zu 50 Prozent beteiligt.
Projektleiter Boris Kienle von GP JOULE stellte die technischen Planungen vor: Das Wärmenetz besteht aus einer zentralen Heizanlage, einem gedämmten Erdleitungsnetz und Übergabestationen in den Häusern. Die Heizzentrale soll südlich der Landshuter Straße neben dem Neubau des Feuerwehrhauses entstehen.
Für die Wärmeerzeugung werden zunächst eine Holzhackschnitzelanlage und ein Gas-Spitzenlastkessel errichtet. Der Gas-Spitzenlastkessel dient ausschließlich zur Abdeckung von Verbrauchsspitzen und als Redundanz, um die Versorgungssicherheit zu jeder Zeit zu gewährleisten. Perspektivisch ist der Einsatz einer industriellen Luft-Wärmepumpe sowie eines Elektroheizkessels vorgesehen.
Ein Pufferspeicher mit einem Volumen von voraussichtlich 300 bis 500 Kubikmetern Heißwasser erhöht noch einmal die Versorgungssicherheit und Effizienz der Anlage.
Baubeginn für 2028 geplant
Im ersten Bauabschnitt von der Oberfeldstraße über die Mühldorfer Straße bis zur Sonnenstraße und Neuöttinger Straße sollen neben privaten Anschlussnehmerinnen und Anschlussnehmern auch zentrale Liegenschaften der Gemeinde an das Netz angebunden werden, darunter das Rathaus, der Neubau des Feuerwehrhauses, Kindergarten, Bücherei sowie die Grund- und Mittelschule.
Der Baubeginn für die Heizzentrale ist für das erste Quartal 2028 geplant, der Ausbau des Wärmenetzes im ersten Bauabschnitt soll im zweiten Quartal 2028 starten. Die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts wird Ende 2029 erwartet.
Parallel zu den Arbeiten im ersten Bauabschnitt ist eine sukzessive Erweiterung mit weiteren Bauabschnitten geplant. Ziel ist es, nach und nach das gesamte Gemeindegebiet anzuschließen.
Jetzt beraten lassen und Anschluss beantragen
Interessierte Anwohnerinnen und Anwohner können sich ab sofort unverbindlich über die Anschlussmöglichkeiten beraten lassen. Beratungstermine stehen montags und dienstags zur Verfügung und sind über die Projektwebsite buchbar. „Mit unterschiedlichen Anschlussmöglichkeiten haben wir für jeden und jede das passende Angebot“, sagt GP JOULE-Kundenberater Marco Schwertberger.
Interessierte haben unterschiedliche Anschlussoptionen:
- Teilanschluss: Ein Abzweig von der Hauptleitung wird etwa 1,5 Meter auf das Grundstück gelegt. Ein Vollanschluss kann später zu dann gültigen Anschlusskosten hergestellt werden.
- Netzanschluss: Die Wärmeleitung wird bis ins Haus geführt.
- Vollanschluss: Die Wärmeleitung wird ins Haus verlegt und eine Wärmeübergabestation installiert. Mit Inbetriebnahme des Netzes ist eine direkte Wärmeabnahme möglich.
Weitere Informationen zum Wärmenetz und zur Terminbuchung gibt es unter: www.winhoering-fernwaerme.de
Über GP JOULE
GP JOULE ist mit seinen drei Kernbereichen Projektierung, Bau sowie Betrieb und Service in der gesamten Energie-Wertschöpfungskette aktiv: von der Erzeugung über die Speicherung und den Transport bis zur Nutzung. Ob Wind- und Solarstrom, Wärmenetze, Ladeinfrastruktur, Batteriespeicher oder Wasserstoffprojekte: GP JOULE sorgt für Energielösungen mit erlebbarem Nutzen – und das von der Beratung über die Finanzierung und Planung bis zur Umsetzung, Betriebsführung und der Vermarktung. So gestaltet GP JOULE seit 2009 aus Deutschland heraus das Energiesystem mit Zukunft in Europa. Für eine sichere und wirtschaftliche Energieversorgung für Unternehmen, für Kommunen, für die Logistik – für alle.
GP JOULE WÄRME plant, baut und betreibt wirtschaftlich tragfähige Wärmelösungen für Kommunen, Quartiere und Unternehmen. Für eine lokale, sichere und günstige Wärmeversorgung.
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