Das Obere Tollensegebiet im Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns hat großes Potenzial, eine führende Rolle bei der Produktion von erneuerbarem Wasserstoff und der Integration von Elektrolyseuren zu spielen. Zusammen mit GP JOULE und BBHC hat der Regionale Planungsverband Mecklenburgische Seenplatte die Machbarkeit einer Wasserstoffinfrastruktur untersucht, die zur klimafreundlichen Energieversorgung und zur Stärkung der regionalen Wirtschaft beitragen kann. Im Fokus standen dabei insbesondere vier Gewerbegebiete in Altentreptow, Friedland, Neubrandenburg und Trollenhagen.
Die Studie hat untersucht, wie die Integration eines netzdienlichen Elektrolyseurs helfen kann, die Potenziale der Windkraftanlagen in der Region besser auszuschöpfen. Besonders im Hinblick auf die noch zurückhaltende H2-Nachfrage zeigt das Projekt Ansätze für eine zukunftsfähige und wirtschaftlich tragbare Wasserstoffproduktion.
Thomas Diener
Vorstandsmitglied des Regionalen Planungsverbandes Mecklenburgische Seenplatte
„Mithilfe der Machbarkeitsstudie von GP JOULE und BBHC konnte der Region aufgezeigt werden, unter welchen spezifischen Rahmenbedingungen ein technisch realistischer, wirtschaftlicher und zugleich umweltverträglicher Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur möglich ist.“

So profitiert die Region Oberes Tollensegebiet von der Studie
Die Machbarkeitsstudie zur Wasserstoffinfrastruktur ermöglicht es den Kommunen, Unternehmen und regionalen Akteuren, eine fundierte Grundlage für zukünftige Investitionen und die Entwicklung von Wasserstoffprojekten zu erhalten. Sie bietet Klarheit über die wirtschaftlichen und technischen Herausforderungen sowie Chancen, die mit der Etablierung einer Wasserstoffwirtschaft verbunden sind.
Am Ende der Studie, die mit der Abschlussveranstaltung am 18.02.2025 in Friedland ihren Höhepunkt hatte, wurden konkrete Handlungsempfehlungen gegeben, wie eine Wasserstoffinfrastruktur nachhaltig und effizient in der Region aufgebaut werden kann. Dies umfasst u.a. Empfehlungen zur Integration in die FLOW-Pipeline und zur Nutzung bestehender Windkraftressourcen.

„Im Oberen-Tollensegebiet werden oft Windkraftanlagen abgeregelt und somit wird nicht deren volles Potenzial ausgeschöpft – ein netzdienlicher Elektrolyseur könnte Abhilfe schaffen.“

„Unsere Studie zeigt, dass es ein signifikantes Potenzial für grünen Wasserstoff gibt, der den EU-Kriterien entspricht. Der Schlüssel zur Realisierung wirtschaftlicher Geschäftsmodelle liegt nun in der Sicherung von Abnahmeverträgen durch Unternehmen.“
Für wen können Machbarkeitsstudien ebenfalls relevant sein?
Diese Machbarkeitsstudien, die GP JOULE CONSULT erstellt, richten sich u.a. an:
- Regionale Verbände: Die Studie bietet wertvolle Erkenntnisse zur strategischen Entwicklung von Wasserstoffinfrastrukturen in der Region und gibt Handlungsempfehlungen für die langfristige Planung.
- Gewerbegebiete und Kommunen: Kommunen profitieren von der Studie, um ihre Energiewende voranzutreiben und ihre Energieversorgung nachhaltig zu gestalten.
